Erlebnis Österreich - Su 21.12. 03:20
Craftbeer - der Boom des handgemachten Gerstensafts. Die ursprüngliche Craft-Beer-Bewegung entstand in den 1970er Jahren in den USA als Reaktion auf den dort vorherrschenden, von der Brauindustrie geprägten Biermarkt. Ausgehend von Hobbybrauern entwickelte sich ab den 1970er Jahren ein Widerwille gegen diese Biere und ein Trend zu eigenem Brauen. Dafür wurden die Begriffe home brewing und craft beer (to craft deutsch: "handwerklich arbeiten") verwendet. In Europa ging dieser Boom ausgerechnet von Italien aus, das kaum eigene Biere braute, und wo nie eine Bierkultur herrschte. Ein 20-jähriger Bauernbub aus dem Piemont sollte dies ändern. 1984 bastelte er sich einen Kupferkessel und braute Bier, das er in einem rudimentären Pub im kleinen Dorf Piozzo bei Barolo ausschenkte. Die dort in der Nähe angesiedelte "Slow Food Vereinigung" wurde schnell auf Musso aufmerksam und rührte ordentlich die Werbetrommel. Der Begriff "birra artiganale", also handwerklich gebrautes Bier, war geboren. Dabei achtete man darauf, dass weitgehend lokale Grundprodukte verwendet wurden. Heute, 30 Jahre danach, gilt Teo Musso europaweit als der Craftbeer-Pionier schlechthin. Vor allem im Trentino und in Südtirol fand der Craftbierkult bald viele Anhänger. Es entstanden unzählige Wirtshausbrauereien. Auch pflegen die Braukultur, kreative Garagenbrauer beflügeln die Szene. Der Craft-Beer-Trend hat das Trinkverhalten völlig auf den Kopf gestellt. Viele kleinere Gaststätten mit eigener Brauerei entstehen und machen den internationalen Konzernen ordentlich das Leben schwer. Craftbeer ist eben Kult und Lebensgefühl gleichermaßen.
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Erlebnis Österreich - Th 19.03. 12:00
Erlebnis Österreich - Th 19.03. 12:00
Spielfilm. Seit fast drei Jahrzehnten ist die Steiermark am Wiener Rathausplatz zu Gast. Und wenn die Steiermark ruft, sind die Wienerinnen und Wiener zu Zigtausenden da. Dieser größte Bundesländerauftritt in Wien ist aber mehr als Steiermark-Urlaub, Kulinarik und steirisches Lebensgefühl: Die Vorbereitungen für das große Fest dauern ein ganzes Jahr Arbeit. Der Film blickt hinter die Kulissen.
Erlebnis Österreich - Tu 17.03. 10:45
Erlebnis Österreich - Tu 17.03. 10:45
Wo Kunst auf Lifestyle trifft - 25 Jahre MuseumsQuartier Wien. Die Kurzdoku zeigt die vielen Facetten des größten Kulturareals Europas und wirft einen Blick hinter die Kulissen der großen Kultureinrichtungen: das Leopold Museum kurz vor der Eröffnung einer Ausstellung, die Restaurierungswerkstatt des Mumok oder die letzten Proben vor der Premiere im Dschungel. Auch versteckte Orte und Schaffensräume kommen ans Licht. Von den historischen Dachböden der einstigen Hofstallungen über ein Computerspiele-Entwicklungsstudio, das sich im Fischer-von-Erlach-Trakt eingemietet hat, oder das private Mikromuseum von Künstler Martin Markeli - das Museumsquartier bietet viele Überraschungen. Bis zur Eröffnung von Wiens größtem Freiluftwohnzimmer war es jedoch ein langer Weg. Über ein Jahrzehnt wurde über die Neugestaltung des ehemaligen Messepalasts diskutiert. Die Entwürfe des Architektenduos Manfred und Laurids Ortner erregten die Gemüter. Laurids Ortner erzählt von Bürgerinitiativen und hitzigen Debatten. Nach 25 Jahren ist das Museumsquartier längst zu einem kulturellen Wahrzeichen der Stadt geworden. Über 5 Millionen Menschen aus dem In- und Ausland statten ihm jährlich einen Besuch ab. Ein Film von Adrian Jäger für das Landesstudio Wien
Erlebnis Österreich - Mo 16.03. 05:50
Wo Kunst auf Lifestyle trifft - 25 Jahre MuseumsQuartier Wien. Die Kurzdoku zeigt die vielen Facetten des größten Kulturareals Europas und wirft einen Blick hinter die Kulissen der großen Kultureinrichtungen: das Leopold Museum kurz vor der Eröffnung einer Ausstellung, die Restaurierungswerkstatt des Mumok oder die letzten Proben vor der Premiere im Dschungel. Auch versteckte Orte und Schaffensräume kommen ans Licht. Von den historischen Dachböden der einstigen Hofstallungen über ein Computerspiele-Entwicklungsstudio, das sich im Fischer-von-Erlach-Trakt eingemietet hat, oder das private Mikromuseum von Künstler Martin Markeli - das Museumsquartier bietet viele Überraschungen. Bis zur Eröffnung von Wiens größtem Freiluftwohnzimmer war es jedoch ein langer Weg. Über ein Jahrzehnt wurde über die Neugestaltung des ehemaligen Messepalasts diskutiert. Die Entwürfe des Architektenduos Manfred und Laurids Ortner erregten die Gemüter. Laurids Ortner erzählt von Bürgerinitiativen und hitzigen Debatten. Nach 25 Jahren ist das Museumsquartier längst zu einem kulturellen Wahrzeichen der Stadt geworden. Über 5 Millionen Menschen aus dem In- und Ausland statten ihm jährlich einen Besuch ab. Ein Film von Adrian Jäger für das Landesstudio Wien
Erlebnis Österreich - Su 15.03. 16:30
Wo Kunst auf Lifestyle trifft - 25 Jahre MuseumsQuartier Wien. Die Kurzdoku zeigt die vielen Facetten des größten Kulturareals Europas und wirft einen Blick hinter die Kulissen der großen Kultureinrichtungen: das Leopold Museum kurz vor der Eröffnung einer Ausstellung, die Restaurierungswerkstatt des Mumok oder die letzten Proben vor der Premiere im Dschungel. Auch versteckte Orte und Schaffensräume kommen ans Licht. Von den historischen Dachböden der einstigen Hofstallungen über ein Computerspiele-Entwicklungsstudio, das sich im Fischer-von-Erlach-Trakt eingemietet hat, oder das private Mikromuseum von Künstler Martin Markeli - das Museumsquartier bietet viele Überraschungen. Bis zur Eröffnung von Wiens größtem Freiluftwohnzimmer war es jedoch ein langer Weg. Über ein Jahrzehnt wurde über die Neugestaltung des ehemaligen Messepalasts diskutiert. Die Entwürfe des Architektenduos Manfred und Laurids Ortner erregten die Gemüter. Laurids Ortner erzählt von Bürgerinitiativen und hitzigen Debatten. Nach 25 Jahren ist das Museumsquartier längst zu einem kulturellen Wahrzeichen der Stadt geworden. Über 5 Millionen Menschen aus dem In- und Ausland statten ihm jährlich einen Besuch ab. Ein Film von Adrian Jäger für das Landesstudio Wien
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Craftbeer - der Boom des handgemachten Gerstensafts. Die ursprüngliche Craft-Beer-Bewegung entstand in den 1970er Jahren in den USA als Reaktion auf den dort vorherrschenden, von der Brauindustrie geprägten Biermarkt.
Ausgehend von Hobbybrauern entwickelte sich ab den 1970er Jahren ein Widerwille gegen diese Biere und ein Trend zu eigenem Brauen. Dafür wurden die Begriffe home brewing und craft beer (to craft deutsch: "handwerklich arbeiten") verwendet. In Europa ging dieser Boom ausgerechnet von Italien aus, das kaum eigene Biere braute, und wo nie eine Bierkultur herrschte. Ein 20-jähriger Bauernbub aus dem Piemont sollte dies ändern. 1984 bastelte er sich einen Kupferkessel und braute Bier, das er in einem rudimentären Pub im kleinen Dorf Piozzo bei Barolo ausschenkte. Die dort in der Nähe angesiedelte "Slow Food Vereinigung" wurde schnell auf Musso aufmerksam und rührte ordentlich die Werbetrommel. Der Begriff "birra artiganale", also handwerklich gebrautes Bier, war geboren. Dabei achtete man darauf, dass weitgehend lokale Grundprodukte verwendet wurden. Heute, 30 Jahre danach, gilt Teo Musso europaweit als der Craftbeer-Pionier schlechthin.
Vor allem im Trentino und in Südtirol fand der Craftbierkult bald viele Anhänger. Es entstanden unzählige Wirtshausbrauereien. Auch pflegen die Braukultur, kreative Garagenbrauer beflügeln die Szene.
Der Craft-Beer-Trend hat das Trinkverhalten völlig auf den Kopf gestellt. Viele kleinere Gaststätten mit eigener Brauerei entstehen und machen den internationalen Konzernen ordentlich das Leben schwer. Craftbeer ist eben Kult und Lebensgefühl gleichermaßen.