Am Schauplatz - Th 13.08. 21:05
Der Kampf ums Wasser. - Wo die Grundwasserspiegel sinken, steigen die Konflikte Im niederösterreichischen Artstetten-Pöbring ist im Frühling die Trinkwasserversorgung zusammengebrochen. Die Gemeinde hat zum Wassersparen aufgerufen, aber passiert ist das Gegenteil: "Man hat offensichtlich gedacht, ich fülle meinen Pool noch geschwind, bevor das Wasser ganz weg ist", erzählt Langzeit-Bürgermeister Karl Höfer, die wie viele seiner Kolleginnen und Kollegen in ganz Österreich die steigende Zahl privater Swimmingpools vor Probleme stellt. Lorena Meierhofer musste deshalb 20 Stunden lang ohne Leitungswasser auskommen "Da hinterfragt man dann schon die Solidarität innerhalb der Dorfgemeinschaft". Steigende Temperaturen und sinkende Grundwasserspiegel machen vielerorts Verteilungskämpfe sichtbar, die wir eher aus Ländern des globalen Südens kennen. In Brandenburg bei Berlin sorgt die österreichische Firma Red Bull für Schlagzeilen. Der Getränkeriese hat sich per Vertrag 92% des Grundwassers der Kommune gesichert, für die nächsten 25 Jahre. 3,3 Milliarden Dosen Red Bull will man hier jährlich abfüllen. "Brandenburg ist schon heute die Wüste Deutschlands", erzählen Gegner des Riesenprojekts. Bei unserem Lokalaugenschein zeigen sie uns Brunnen, die man alle paar Jahre tiefer bohren müsse, weil sich das Grundwasser zurückziehe. Bei starkem Wind weht der Ackerboden über das Flache Brandenburg. "Red Bull verleiht unseren Äckern Flügel", fasst eine Aktivistin die Angst zusammen, die der geplante Verkauf des Grundwassers bei vielen Menschen in der Region auslöst. Äcker, die langsam vom Wind davongetragen werden, zeigt uns auch Christian Gartner in der Oststeiermark. Er fürchtet um die Hälfte seiner Weizen und Sojaernte. "Ich bin seit 30 Jahren Bauer und so trocken war es noch nie", ist er überzeugt und fügt hinzu: "Was mich wirklich ärgert, ist, wenn sie im Radio immer von ‚schönem Wetter' reden. Für uns Bauern ist dieses Wetter schon lang nicht mehr schön." Martin Steiner hat Schauplätze besucht, an denen der außergewöhnlich trockene Frühling Verteilungskämpfe um unser wertvollstes Grundnahrungsmittel sichtbar gemacht hat.
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Am Schauplatz - All broadcastsAm Schauplatz - Fr 07.08. 11:55
Die Araber bleiben daheim. Das kleine österreichische Alpendorf "Zell am See" ist seit Jahren ein beliebter Urlaubsort für Touristen aus den Golfstaaten. Denn so wie es dort ausschaut, soll im Koran das Paradies beschrieben sein. Schon vor zwei Jahren hat sich Am Schauplatz Reporterin Julia Kovarik vor Ort umgeschaut. Doch diesen Sommer könnte alles anders sein. Der Krieg im Iran trifft indirekt auch den Tourismus in Zell am See. Es wird storniert, gezögert und gerechnet. Zwischen wirtschaftlicher Sorge, stillen Hoffnungen und wenigen klaren Worten zeigt sich, wie abhängig der Ort vom internationalen Tourismus aus den Golfstaaten geworden ist.
Am Schauplatz - Fr 07.08. 01:50
Die Araber bleiben daheim. Das kleine österreichische Alpendorf "Zell am See" ist seit Jahren ein beliebter Urlaubsort für Touristen aus den Golfstaaten. Denn so wie es dort ausschaut, soll im Koran das Paradies beschrieben sein. Schon vor zwei Jahren hat sich Am Schauplatz Reporterin Julia Kovarik vor Ort umgeschaut. Doch diesen Sommer könnte alles anders sein. Der Krieg im Iran trifft indirekt auch den Tourismus in Zell am See. Es wird storniert, gezögert und gerechnet. Zwischen wirtschaftlicher Sorge, stillen Hoffnungen und wenigen klaren Worten zeigt sich, wie abhängig der Ort vom internationalen Tourismus aus den Golfstaaten geworden ist.
Am Schauplatz - Th 06.08. 21:05
Die Araber bleiben daheim. Das kleine österreichische Alpendorf "Zell am See" ist seit Jahren ein beliebter Urlaubsort für Touristen aus den Golfstaaten. Denn so wie es dort ausschaut, soll im Koran das Paradies beschrieben sein. Schon vor zwei Jahren hat sich Am Schauplatz Reporterin Julia Kovarik vor Ort umgeschaut. Doch diesen Sommer könnte alles anders sein. Der Krieg im Iran trifft indirekt auch den Tourismus in Zell am See. Es wird storniert, gezögert und gerechnet. Zwischen wirtschaftlicher Sorge, stillen Hoffnungen und wenigen klaren Worten zeigt sich, wie abhängig der Ort vom internationalen Tourismus aus den Golfstaaten geworden ist.
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Der Kampf ums Wasser. - Wo die Grundwasserspiegel sinken, steigen die Konflikte
Im niederösterreichischen Artstetten-Pöbring ist im Frühling die Trinkwasserversorgung zusammengebrochen. Die Gemeinde hat zum Wassersparen aufgerufen, aber passiert ist das Gegenteil: "Man hat offensichtlich gedacht, ich fülle meinen Pool noch geschwind, bevor das Wasser ganz weg ist", erzählt Langzeit-Bürgermeister Karl Höfer, die wie viele seiner Kolleginnen und Kollegen in ganz Österreich die steigende Zahl privater Swimmingpools vor Probleme stellt.
Lorena Meierhofer musste deshalb 20 Stunden lang ohne Leitungswasser auskommen "Da hinterfragt man dann schon die Solidarität innerhalb der Dorfgemeinschaft".
Steigende Temperaturen und sinkende Grundwasserspiegel machen vielerorts Verteilungskämpfe sichtbar, die wir eher aus Ländern des globalen Südens kennen. In Brandenburg bei Berlin sorgt die österreichische Firma Red Bull für Schlagzeilen. Der Getränkeriese hat sich per Vertrag 92% des Grundwassers der Kommune gesichert, für die nächsten 25 Jahre. 3,3 Milliarden Dosen Red Bull will man hier jährlich abfüllen.
"Brandenburg ist schon heute die Wüste Deutschlands", erzählen Gegner des Riesenprojekts. Bei unserem Lokalaugenschein zeigen sie uns Brunnen, die man alle paar Jahre tiefer bohren müsse, weil sich das Grundwasser zurückziehe. Bei starkem Wind weht der Ackerboden über das Flache Brandenburg. "Red Bull verleiht unseren Äckern Flügel", fasst eine Aktivistin die Angst zusammen, die der geplante Verkauf des Grundwassers bei vielen Menschen in der Region auslöst.
Äcker, die langsam vom Wind davongetragen werden, zeigt uns auch Christian Gartner in der Oststeiermark. Er fürchtet um die Hälfte seiner Weizen und Sojaernte. "Ich bin seit 30 Jahren Bauer und so trocken war es noch nie", ist er überzeugt und fügt hinzu: "Was mich wirklich ärgert, ist, wenn sie im Radio immer von ‚schönem Wetter' reden. Für uns Bauern ist dieses Wetter schon lang nicht mehr schön."
Martin Steiner hat Schauplätze besucht, an denen der außergewöhnlich trockene Frühling Verteilungskämpfe um unser wertvollstes Grundnahrungsmittel sichtbar gemacht hat.